Ein Stück Thronsaal zu erwerben

Der Schlossverein will die  Fensterdekoration im Thronsaal nach historischer Vorlage mit Schabracken und Seitenschals komplettieren. Unternehmen, Institutionen, Clubs, Familien oder auch Einzelpersonen haben die einmalige Chance das Projekt zu unterstützen und dabei „ein Stück Thronsaal zu erwerben“.

Alle Schweriner lieben ihr Schloss und die Touristen bestaunen es. Besonders ins Herz geschlossen haben es die Freunde des Schweriner Schlosses e.V..  Sie engagieren sich seit mehr als 26 Jahren für das Interieur, indem sie mit Hilfe von Spenden originale Ausstattungsgegenstände wieder erwerben oder erhalten Gebliebenes restaurieren lassen.

Die Schabracken im Thronsaal – Das aktuelle Spendenprojekt

Zurzeit sind es die Schabracken im Thronsaal. Den ersten im Schloss wiedergefundenen Querbehang aus Samt und Papiermaché hat der Landtag mit Unterstützung der Hamburger Kulturförderin Brigitte Feldtmann im Jahr 2014 wieder herstellen lassen. 2016 ist der Schlossverein in das Projekt eingestiegen. Und der Erfolg kann sich sehen lassen. Die zweite Schabracke konnte bereits im Februar 2018 an ihren historischen Platz zurückkehren. Der Auftrag für die Restaurierung der dritten ist erteilt.  Mit vielfältigen Aktionen, so dem Schlossfest am 16. Juni, sammelt der Verein weiter Spenden für die vierte und letzte Fensterdekoration. Unterstützung erhält er dabei weiterhin von Brigitte Feldtmann und vom Finanzministerium, das, wie beim Wiederaufbau des Jugendtempels, jeden Spendeneuro doppelt.

Aber gab es an den vier Fenstern des Thronsaales wirklich nur diese Querbehänge? Gab es nicht wie in den anderen Schlossräumen und in anderen historischen Bauten nicht auch Seitenschals?

Historische Bilder zeigen: Die Schabracken sind nicht alles.

Dieser historische Aufriss der Nordwand des Thronsaales von F. A. Stüler (um 1854) weist aus, wie die Fensterdekoration des wichtigsten Raumes im Schweriner Schloss geplant war. Er zeigt an den dreigliedrigen Fenstern sowohl Schabracken als auch Seitenschals. Und inzwischen konnten im Schweriner Stadtarchiv alte Fotos entdeckt werden, auf denen zweifelsfrei zu sehen ist, dass es beides an den vier Fenstern gegeben hat. Die kunstvoll gefertigten Schabracken wurden wiedergefunden, die Seitenschals sind leider verloren gegangen. Sie müssen rekonstruiert werden. Das heißt: Damit sie dem historischen Original weitestgehend entsprechen und zu den restaurierten Schabracken passen, müssen sie in einer Spezialwerkstatt gewebt, hinterfüttert und an den noch in den Fensterlaibungen vorhandenen Stangen aufgehängt werden. Um sie parallel zur Restaurierung der zwei noch fehlenden Querbehänge fertigen zu können, benötigt der Schlossverein Hilfe.

Aufruf an Unternehmen, Institutionen, Clubs, Familien und Engagierte – Ein Stück Thronsaal erwerben und die Rekonstruktion unterstützen.

Die Idee: Für eine Spende von jeweils 1000 Euro können Firmen, Institutionen, Clubs, Familien oder auch Einzelpersonen einen der acht notwendigen Seitenschals symbolisch erwerben.

Helfen auch Sie mit, dass die Seitenschals in den Thronsaal zurückkehren können und damit die Fensterdekoration ihr vollständiges historisches Antlitz zurückerhält. Werden Sie Partner bei der weiteren authentischen Ausstattung des prunkvollen Raumes, erwerben Sie ein Stück Thronsaal im Schweriner Schloss!

Der Name der Spender wird, wenn gewünscht, an einer geeigneten Stelle an dem Vorhang angebracht. Der Verein der Freunde des Schweriner Schlosses e.V. ist als gemeinnütziger Verein eingetragen. Selbstverständlich erhalten Sie eine Zuwendungsbescheinigung.

Ein Erbe für die Welt

Im Jahr 2019 wird weiter am Antrag für die Aufnahme des Schweriner Residenzensembles in die Welterbeliste der UNESCO gearbeitet. Dazu gehören auch Fotos. Es wäre toll, wenn der Thronsaal im Schloss dafür wieder sein prachtvolles Fensterkleid tragen würde. Sie als Schweriner mit Herz könnten dazu beitragen.

Dr. Irmela Grempler
28.4.2018

Kontakt: Dr. Irmela Grempler
Telefon: 03860-8345
E-Mail: grempler_pinnow@freenet.de

Bildmaterial:

Relevante Links:

Spendenprojekt „Schabracken im Thronsaal“

Pressekontakt:

Dr. Irmela Grempler grempler_pinnow@freenet.de Tel: 0177/ 8962144